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Interne Kommunikation
Mitarbeitermagazine immer wichtiger

Die Motivation ihrer Mitarbeiter hat für deutsche Unternehmen neben der Begleitung von Veränderungsprozessen oberste Priorität in der internen Kommunikation. Dabei rangiert das Mitarbeitermagazin auf dem Spitzenplatz der eingesetzten Medien. 94 Prozent aller Befragten aus 500 Unternehmen messen ihm für die Zukunft eine wachsende Bedeutung zu. Dies ist das Ergebnis einer EMNID-Studie.

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zwischen Umstrukturierung, Personalabbau und Kostenfalle bekommt die Mitarbeiterkommunikation eine zentrale Funktion. Professor Lothar Rolke von der Fachhochschule Mainz: „Nur wenn die Mitarbeiter dem Unternehmen folgen, kann es Erfolg haben. Dazu benötigt es Kommunikation, die es den Mitarbeitern ermöglicht, Werte, Ziele und Ideen mit dem Unternehmen zu teilen.“



So gehört es besonders in stürmischen Zeiten zu den Hauptzielen der internen Kommunikation, Gerüchten durch Transparenz zu begegnen und Hintergründe zu kritischen Entscheidungen zu erklären. Es gilt, Vertrauen zu gewinnen und ein Wir-Gefühl zu schaffen. Das aber, so die Erfahrung der Kommunikationsmanager, entwickeln nur informierte Mitarbeiter. Der Einsatz lohnt sich gleich in mehrfacher Hinsicht: Mitarbeiter, die sich informiert und ernst genommen fühlen, sind nicht nur motiviert, Leistung zu erbringen.

Sie wirken darüber hinaus als positive Multiplikatoren über die Unternehmensgrenzen hinweg. Denn: Als Insider sind sie in der Öffentlichkeit besonders glaubwürdig.
Apropos Öffentlichkeit: Hier hat das Mitarbeitermagazin eine Gratwanderung zu bewältigen. So soll es einerseits ein größtmögliches Maß an Transparenz bieten, andererseits gilt anzuerkennen: Nicht alles, was die Mitarbeiter wissen sollten, geht auch die Öffentlichkeit „draußen“ etwas an. Da aber niemand ausschließen kann, dass ein Mitarbeitermagazin die Tore des Unternehmens verlässt, ist Fingerspitzengefühl gefordert.

Dass die Verantwortlichen zunehmend Wert auch auf die inhaltliche Qualität legen, zeigt sich auch an der organisatorischen Zuständigkeit. 36 Prozent der befragten Unternehmen leisten sich bereits einen eigenen Manager für interne Kommunikation, 35 Prozent unterstellen diese Aufgabe den Leitern der PR-Abteilung.